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Mittelalterliche Ausdrucksweise (Crashkurs)

1. Vorwort

Bei der Nachbildung mittelalterlichen Daseins für Publikum wird inzwischen sehr genau darauf geachtet, den Sinnen einen möglichst authentischen Vergangenheits-Genuß zu bieten: Dem Auge wird gar vieles dargetan, das so schon lange nicht mehr üblich ist, während ihm der Anblick neuerer; Materialien und Erfindungen meistenteils erspart bleibt. Der Gaumen erfreut sich an lang verschollenen Rezepturen. Um die Nase wehen zumindest einige Wohl- und Arbeitsgerüche (während die eigentlich höchst 'authentischen' Fäkaldünste diskret mit sehr modernen Methoden vermieden werden). Auch ans Ohr ward gedacht, und so bietet verschiedenste Kunstschaffende manches Stücklein alter Musik (oder was sie dafür halten) dar. Selbst die Füße erleben Stroh statt Asphalt und damit ein ungewohntes Daseinsgefühl. Wer heutige Mittelalter-Märkte besucht, hebt heimelig an, die eigene Epoche für eine erträglich kurze Frist zu verlassen.

Doch ach, beim Ohre endet oftmals jäh die Zeitreise, sobald es sich aus den handwerklichen Geräuschen und musischen Klängen löst und dem Gewirr der Stimmen lauscht. Weiter links verkündet ein Gaukler: „Okay, jetzt kommt ein echt schwieriger Trick", während die Händlerin vor mir wahrheitsgemäß antwortet: „Das kostet achtfuffzich der Meter." Allen anderen Sinnen trotzend, weiß das Gehör sich zweifelsohne fest verankert in der Gegenwart, und es findet binnen Stundenfrist noch allerlei Anlaß mehr, sich des Kalenders stets aufs Neu gänzlich gewiß zu sein

Zugegeben: Wenn sich alle Akteure nur noch in Mittelhochdeutsch unterhielten (erstaunlich viele könnten das sogar), kämen im Kreise des erlauchten Publikums nur vereinzelte Hochgebildete, einige wenige „Nordlichter" und ein paar zufällig anwesende Finnen oder Niederländer noch halbwegs mit. Der Rest verstünde nicht einmal „Bahnhof" (den gab's ja bekanntlich noch nicht).

Wie so manches, läßt sich auch dieses dialektische Dilemma auf verschiedene Art lösen, und die Geschichte zeigt uns, daß es durchaus mehrere „richtige" Wege nebeneinander geben kann.

2. Grundregeln

Die erstaunlich wenigen Grundregeln, die es beim Erlernen der Marktsprache zu beachten gilt, passen in Stichpunkten bequem auf einen wirklich kleinen "Spickzettel".

Die zuweilen bewunderte Kunst besteht in beständiger Aufmerksamkeit, etwas Kombinationsfreude, (leider auch) Begabung und sprachlichem Talent, aber selbst dann noch sehr viel Übung und noch mehr Fleiß. Ohne Letzteren hat noch niemand die Meisterschaft in ihrem oder seinem Fach gewonnen.

Nun endlich zum Thema kommend, betrachten wir kurz unser künftiges „Spickerl", und widmen uns sogleich der tieferen Bedeutung all dieser Stichworte:

Ihr

zen und Euchzen

Gebet ein „e" den Verben

Englisch ist out!

Altbackene Worte

Latein ist excellent

Des Genitivs Nutzung

Den Konjunktiv gäb´s auch

Aus Neu mach´ Alt

Geschraubte Sätze

 

1. Anrede

Im Allgemeinen gilt zunächst: Wir siezen nicht, wir ihrzen und euchzen. (Das ist zwar aus historischer Sicht ungenau. Aber das allgemein übliche „Du" wäre einfach langweilig.)

>Seid willkommen an der Stätten.</td></tr>

>Drängt Euch eine Frage? Nur frisch heraus damit!

Als Grundlage mag es genügen, erstmal schlichtweg alles und jede/n zu ihrzen. Wenn wir etwas sicherer geworden sind, dürfen (und sollten) wir unterschiedliche Standes-Ebenen in der Anrede verdeutlichen: aufwärts sagen wir dann stets 'Ihr', untereinander kommt bei einigen Leuten schon mal ein 'Du' vor, und abwärts ist das Duzen ganz selbstverständlich2. Verben

Bei Aufforderungen und Fragen eignen sich Verben (Tätigkeitswörter) ganz vorzüglich dazu, am Ende um ein eingeschobenes bereichert zu werden.

>Ei, schauet nur diese Pracht!

>Habet Ihr Eure Wahl schon getroffen?

>Bedürfet Ihr eines Rates?

>Wünschet Ihr noch einen weiteren Trunk?

 

Allerdings sollten wir hier nicht übertreiben. Nicht jedes Verb muß so verlängert werden, sonst leidet der Sprachfluß. Machet sparsamen, doch regelmäßigen Gebrauch davon, als wäre es Salz.

>Laßet Euch nicht drängen. Wählet nur in Ruh und mit Bedacht.<

3. Englisch

Der heute übliche Gebrauch von Anglizismen ist erst seit der Amerikanisierung unserer Kultur selbstverständlich. Im Mittelalter finden wir derlei nicht. Um grobe Schnitzer zu vermeiden, gilt es also auch, uns selbst zuzuhören und bei Bedarf Ersatz zu finden. Hier ein paar Beispiele, die sich oft und gerne einschleichen, mitnebst möglichen sprachlichen Ausweichmöglichkeiten:

Fair -> rechtens, ritterlich, regelrecht

Unfair -> nicht rechtens, nicht gerecht, wider die Regeln

Okay -> In Ordnung, „Je, nun", „Nun, gut", Wohl an, alsdann

Stop! -> Haltet ein!

Trick -> Kunststück, Kunstgriff, Kniff

Sport -> Ertüchtigung

Baby -> Säugling

 

4. Altbackene Worte

 

Die obigen Beispiele lassen es bereits erahnen: In unserer Sprache gibt es gar viele altbackene Worte und Redeweisen, die wir sehr wohl verstehen und sofort wieder erkennen, dieser Tage jedoch nur gar zu selten eigenmündig verwenden. Wenn wir es doch nur verstünden, davon so viele als möglich zu sagen, als wäre derlei unser täglicher Sprachgebrauch! Dann nämlich wäre es kaum noch vonnöten, uns um Weiteres zu bemühen. Wer wie eine Figur aus dem Märchenbuche spricht, überzeugt bereits zur Genüge. Dieser Absatz mag als Beispiel dienen.

Oft hilft es bereits gewaltig, sich zu fragen, wie wohl eine Märchenfigur dieses oder jenes sagen würde, dass wir auf dem Markte öfter mal in unseren jetzigen Worten sagen. Für Vieles bietet die deutsche Sprache auch ältere Worte und Formulierungen, die mindestens ebenso richtig, in unserer „Neuzeit" aber einfach veraltet sind. Hier läßt sich vieles bereits aus der eigenen Erinnerung zum alltäglichen Gebrauch gewinnen, ohne auch nur ein einziges Buch zu Rate zu ziehen.

5. Latein ist ecellent

Wer sich der Darstellung der höheren Stände widmet, kann und darf gerne einer Mode folgen, die bereits im Mittelalter entstand: der Latinisierung. Es klingt doch weitaus gebildeter, wenn etwas Latein in die Umgangssprache einfließt. (Ein Excempel excessiven Gebrauchs können wir im „Simplicissimus" nachlesen). Allerdings sollten sich Vertreter der niederen Stände besser vom Latein fernhalten. Denn schließlich: Wo sollen sie es denn her haben?

6. Des Genitivs Nutzung

Des Genetivs Anwendung ist inzwischen rar geworden. Seine Verwendung am Satzanfang ist zudem ein hübscher Kunstgriff, dessen Erfolg die geringe Mühe durchaus lohnt.

7. Den Konjunktiv gäb´s auch

Die Möglichkeitsform vertrüge durchaus mehr Verwendung, als die Neuzeit ihr zugesteht. Mit etwas Ohrenmerk fände sich wohl mancher Anlaß, und ganz alltägliche Sätze klängen plötzlich seltsam fremd.

>Mich deucht, es wär wohl mählich an der Zeit...

>Das könnt' ich wohl für Euch verrichten<

>Dies wäre schon für drei Silbergulden wohlfeil<

 

Allerdings sei hier zur besonderen Vorsicht geraten. Ein Übermaß gerät flugs zum Eigentor: Gerade die hübschen kleinen Wörtchen „wär" und „sei" verführen zu möglichst häufiger Anwendung. Für's Erster sorgt derlei ja auch für einen höchst befremdlichen Klang. Überdies enthebt es uns der Mühe, das grammattisch richtige Wort zu finden. Der leicht erzielbare Effekt ist in der Tat so gewaltig, daß alsbald schon die Versuchung entsteht, sich im Bereich „mittelalterlicher" Marktsprache stets auf diesen einen bequemen Punkt zu beschränken. Leider jedoch nutzt sich die Wirkung gerade dadurch ebenso schnell wieder ab. Und spätestens, wenn der Konjunktiv dort erzwungen wird, wo er grammattisch blanker Unfug ist, blinzelt uns deutlich hörbar ein Faulpelz an.

Hier ein Paar abschreckende Beispiele, wie es bitte nicht sein sollte:

>Ich hätt's wohl vergessen.< (... unter welcher Bedingung?)

>Ich sei wohl der Schmied hier...<(... hat man ihm gesagt. Wer aber ist er wirklich?)<

 

Unsere Verbesserungs-Vorschläge:

Es ist mir gänzlich entfallen.

Zu Sankt (Tages-Heiliger von übermorgen) ist es nun drei Jahre her...

Ich bin der Schmied anhier...

8. Aus Neu mach' Alt

Die Begegnung der Epochen bringt es mit sich, daß Marktbesucher Dinge mit sich führen, die es im Mittelalter noch nicht gab. Im Umgang mit diesen hat sich ein Spiel entwickelt, das allen Beteiligten immer wieder Freude bereitet: die Übersetzung des Gesehenen in die mittelalterliche" Sprech- und Sichtweise

Zwar ist derlei nicht wirklich notwendig, aber beispielsweise das Wort vom „Taschen-Drachen" ist ein so drolliges, daß es sich allgemeiner Beliebtheit erfreut. So erstaunt es nicht, daß vielerorts auch von Augenrädlein, Regendächlein, Lustkutschen oder Schnellzeichengeräten gesprochen wird, als seien all diese Dinge für uns ganz selbstverständlich..

Zugegeben: Diese Wortschöpfungen haben weniger mit altertümelnder Sprache zu tun als eher einem „kreativen Anachronismus". Aber gerade einer lebendig gewordenen Kunstsprache, wie die „mittelalterliche Marktsprache" nun einmal ist, stünde es schlecht an, solch spielerischen Umgang mit Gegebenheiten und Worten tadeln zu wollen. Wer in der eigenen Rolle und sprachlich sicher ist, wird gewiß keine großen Schwierigkeiten haben, derlei zu umgehen. Für Andere ist es ein Hilfsmittel mehr, das gerne mal verwendet wird.

9. Geschraubte Sätze

Als hilfreich erweist sich auch ein großes Gedächtnis, welches in der Lage ist, lange und geschraubte Sätze zu gestalten, darin ein Nebensatz noch sein Plätzchen findet, und dieselben hernach auch noch fehlerfrei aufzusagen. Dieses Stilmittel entsprich durchaus der Gewohnheit früherer Sprache und hat nicht unbedingt mit Verkünstelung zu tun. Es muß jedoch nicht jeder Satz lang sein.

10. Weitere Möglichkeiten( für Fortgeschrittene )

10.1. Satz-Umstellung

Wer bereits über ein gewisses Repertoire an Standard-Sätzlein verfügt, kann auch mal schauen, ob da nicht ein oder zwei dabei sind, bei denen der Satzbau noch eine Umstellung verträgt:

>Nicht schmälern wollt' ich Euer Wissen, wohl aber es erweitern.<

 

Allerdings sei dieses Mittel sparsam dosiert. Wenn solche verquasten Sätze in all zu großer Zahl flüssig vom Munde gehen, fällt schnell auf, daß die eigentliche Umgangssprache wesentlich schlichter gestaltet ist. Wer nur einen solchen Satz abbekommt, ist mit Verstehen beschäftigt genug, um auf diesen Gedanken noch nicht zu verfallen.

10.2. Wortschwall

Manchmal macht's auch die Masse. Ab einem gewissen Umfang gewinnen einstudierte langatmige Standardsätze bei etwas umständlicher Ausdrucksweise und etwas zu schneller Aussprache deutlich an Überzeugungskraft und erwecken den Eindruck geläufiger Alltagssprache. Nämlich genau dann, wenn das geneigte Publikum kaum noch folgen kann. Solange der Sermon mit Überzeugung vorgetragen wird und genügend seltsame Worte enthält, ist der sprachliche Wasserfall ein probates Mittel, sich „mittelalterlich" zu geben, ohne all zu große Widerreden oder Herausforderungen befürchten zu müssen

Zwar ist dieses Stilmittel wirklich erst für Fortgeschrittene zu empfehlen, die nötigenfalls noch etwas „nachschütten" können, ohne sich zu wiederholen. (Anfänger geraten einfach zu schnell und leicht ins Stocken.) Zur Erprobung einer bereits gefundenen eigenen Ausdrucksform jedoch sei es mindestens zum einmaligen Gebrauch dringend angeraten. Es macht einfach einen Heidenspaß, einen gewaltiges Füllhorn an Worten und Sätzen zu ergießen und die begossene Sprachlosigkeit des Gegenüber zu genießen: Äh... Ja. Außerdem ist's gut für's Selbstbewußtsein.

__________________________________________________________________________

 

Und hier noch einmal eine etwas kürzere Fassung unseres „Spickerls":

 

 

Ihr

zen

„e" den Verben

Englisch

Altbackenes

Latein!

Genitiv

Konjunktiv

Aus Neu mach´ Alt

Geschraubte Sätze

Satz-Umstellung

Wortschwall

 

Was man jetzt noch tun müsste, wäre: Üben, üben, üben! Dies hier ist nur die Theorie und auf folgenden Seiten werde ich noch ein wenig Vokabular hinterlegen.

Es muss jedoch gewarnt werde, dass man die mittelalterliche Sprache nicht von heute auf morgen erlernen kann und dazu wird auch ein wenig Geschick in punkto Sprache gefordert sein. Nur, weil ihr jetzt diese Blätter gelesen habt, wisst ihr nicht alles über die Sprache. Das hier ist nur ein kleiner „Crashkurs". Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, stöbert im Internet oder fragt in Büchereien o. Ä. nach.

Einige interessante Seiten, die ich empfehlen kann (und woher auch das Meiste des Materials her habe), wären:

www.mittelalter-netz.de

www.mittelalterhandel.de

3. Auf das Maul geschaut:

Hier wären einige der „wichtigeren Vokabeln", die jeder auf einem Mittelaltermarkt kennen sollte:

Hallo, guten Tag

Gott zum Gruße / Seid gegrüßt

Auf Wiedersehen

Gehabt Euch wohl

Herr

Edler Recke / Werter Herr

Frau

Edle Dame / Edle Jungfrau / Wertes Fräulein / mein Kind

Danke

So seid bedankt / Habet Dank

Gestern

Am gestrigen Tag

Morgen

Am morgigen Tag

Übermorgen

Dero in zwei Tagen

Papier

Pergamentum

Steak

Köstlich Fleischlappen

Wurst

In Darm gepresstes Fleisch

Ein Glas Bier

Einen Humpen von Gerstensaft

Toilette

Stallungen

Applaus

Handgeklapper

Entschuldigt

Verzeihet (vielmals)

Verratet mir

Gebet mir doch Preis

Feststellen

Gewahr werden / wurde mir gewahr

Flirten

Beminnen

Könnt Ihr mir das zeigen?

Könntet Ihr mir dies zur Demanstatio führen?

Darf ich mich setzen?

Dürfte ich meine Afterballen hier platzieren?

Was kostet das?

Was müsste ich berappen / Wie viele Taler müsste ich aus meiner Geldkatze kratzen?

Wohin?

Wohin des Weges / Wohin führen Eure Schritte


Und hier nun etwas „spezielleres" Vokabular oder Tipps. Man muss um Himmels Willen nicht alles davon aktiv können, macht allerdings großen Eindruck.

Zum Anlocken von Besuchern an den Stand/ an das Geschehen o. Ä:
- Seid mir willkommen, Gevatterin!
- Es ist mir eine Freude, Euch hier zu erblicken.
- Wie können meine bescheidenen Fähigkeit Euch zu Nutzen sein?
- Tretet nur ruhig ganz nahe heran. Betrachten kostet Euch hier nichts.
- Seid willkommen, tretet ein. Darf ich Euch zu Hilfe sein.
- So kommet näher, edle Dame, auf daß ihr auch die Feinheiten meiner Ware in Augenschein nehmen könnt. So fern wie ihr steht, könnten euch sonst die Augen aus dem Kopfe.

Verfeinerung der Anrede:
Dame: -edle Dame
-reizende Jungfer
-liebreizende Maid
-holde Frowelein
-stolze Frohwe
-greise Muhme/Gevatterin
-schändlich Lästerweib/ Schandweib/ Metze (Ehebrecherin)

Herr: edler Herr
werter Gevatter
hehrer Recke
stolzer Bub (bei Jungen)
kühner

sonderbarer Gesell
tumber Tor
nichtsnutziger Schalk

 

A

abstreiten

abdisputieren

Adlige

Nobilisten

ähnelt

gleicht

Alter

Anzahl der Lenze, Sommer,Wiegenfeste

am Morgen

zu morgens

angenehm

Wohlgestalt, dispost

angesehen

biderbe

Ansicht

Opinion

Ärger

Krumbel, der

ärgern

reuen, foppen

Armbanduhr

kleines Zeiteisen oder die Sonnenuhr am Handgelenk

Arsch

Afterballen

Art

Gewohnheit Sitte

Atem

Odem

Auch

lat. item

auftischen

anschaffen

Auto

modisch stinkend Kutschen oder von unsichtbaren Pferden gezogener Wagen, Stinkross

B

 

Bauch

Wanst

Bauer

Landmann

Bauernhof

Hof, Gehöft

Bedienter

Lakai,(Schimpfwort) Schwannendrücker

Bedingung

Condition

Begründungen

Gründe Rationes

begehren, erbitten

um etwas heischen

begrüßt werden

gegrüßt sein

Behagen

gemach

Beispiel

Exemplum, Exempel

Beweis

lat. argumentum

blass

blöd

blond

gel

Brille

Augengläslin oder Sichteisen

buhlen

löffeln

Bürgermeister

Bollemoschder

C

 

CD

gelochte Silberscheibleyn; getrockneter, gepresster und in Scheiben geschnittener Barde

Chef, höchster

Owwermächer

Cent

Scheibling

Colabier

Dreckbier

D

 

Dauer

staete

diebische Person

Atzel, die

Diese Stelle

an dieser Statt

Drei

driu

Dudelsack

Sackpfeife

dumm

tump

Dummheit

Torheit, Tumpheit, Eselei

Dusche

in eine Kammer gebanntes Gewitter oder die Kammer, in der der Regen aus der Decke fällt

E

 

ebenso

lat. item

edle Gesinnung

Hochmut

Einbildung

Imagination

einig

gleichen Mutes

Einigkeit

lat. consensus

Einladung

lat invitatio

Eintritt

Wegezoll

einverleiben

inkorporieren

erinnern

gedenken

Erklärung

Explikation

Erlaubnis

Derf, die Gunst

erwarten

präsumieren

Erziehung

Zucht

essen

achele

Essen

Mahl, Tafeley, Speis, Atzung

Essig

lat. acetum

etwas

ebbes

Euro

Silberling, Goldrandtaler, Gulden, Dukaten, Thaler

Ewigkeit

lat. aeternitas

F

 

Faulpelz

Bärenhäuter

Faxgerät

magischer Pergamentkarren

Fehler

Faute

fein

klein

Feld

anger

Fernseher

magischer Flimmerkasten mit kleinen Leuten drin

Fertigkeit

kunst

Feuer legen

brandschatzen

Feuerzeug

Taschendrachen

Flicken

Blacke, der

Flugzeug

Eisendrachen, bei dem der Rauch aus den Afterballen quilt.

Fotoapparat

magischer Seelenfänger

Frauengemach

Kemenate

Frechdachs

Lauskrodd, die

Fremder

Gast

freuen

frohlocken

fröhlich

geil

fröhlich

wohlgemut

furchtsam

feige

G

 

Gasthaus

Gasterey, Taverne

Gaukler

Guggelmann

Gebeinkammer

Beinhaus

Gebühr

Oculus (plural: Oculi)

Gefängnis

Keiche, Karzer, Kerker, Stimpert

gehören zu

eigen sein

Geiz

Kargheit

Geldschein

Schuldverschreibung

Geldbeutel

Geldkatz

Geldstück

Silberling oder Golrandtaler

Geliebter

mîn trût mein Treu

Genick

Ank, die

gepriesen

Hoch gelobt

gering

seicht

Gesäß

Afterballen

Geschenk

Spendage

Geschichtsschreiber

lat. historicus

Geschlecht

art

Gesellschaft

Compagnie, Kumpanei

Gespräch

Diskurs, Disputatio

gesund

bey Kräften

Getränk

Trank, Trunk

glatt

eben

glaubte

Wähnte

gleichmäßig

eben

Gold

lat. aurum

Goldschmied

lat. aurifex

groß

mächtig, gewaltig

Grund

lat. argumentum

grünes Land

anger

Gunst

Gnade

Gurgel, die

Grotze, der

Gurke

Gummer

gut

trefflich

Guten Appetit

gedeihliche Esslust.

H

 

Handwerk

Gewerk

Handy

magisch sprechender Knochen, Hexe im Kasten

häufig

dicke

Hebamme

Ammeweesje, das

Hemd

Wams, Camisia

Hemd für Damen

Chemise

Herkunft

art

Herr (einer Burg, eines Landes)

wirt

hinwenden

hinkehren

Honigwein

Met

hören

vernehmen, lauschen

Hotel

Herberge

hübsch

süezez

Huld

Gnade

Hütte

Kate

I

 

Idiot

Tor, Tölpel, Narr

immer

stets

in Massen

zu Hauf

Internet

Gar magisch leuchtende Bildlein

Irgendein

einzig

Irrtum

Irrsal

J

 

jeden Augenblick

alleritt

Junge

jung Gesell

Jungfrau

maget Magd

K

 

Kaffee

Mocca, maurischer Bohnensud, Absud aus türkischen Bohnen

Kaufmann

Krämer, Pfeffersack (Schimpfwort)

Kind (unehelich)

Bankert, der (an der Bank gezeugt); Kegel

Kind

Kindelein

Kinderwagen

winzig´- neumodischer Streitwagen

kl. wandernder Kaufmann

Knappsack

Knappe

Knecht

Kneipe

Wirtshaus, Schenke, Taverne

kommen

kummen

Krankheit

Ungemach

Kühnheit

Frevel

Kümmel

lat. cuminum

Kummer

Schwere, Kummer

L

 

Lage

Condition

Laß mich erfahren

machent mich wîs mache mich wissent

Leid

Schwere, Kummer

Liebe

minne (d. hohe u. d. niedere)

LiebhaberIn

Buhle

liegen

leihen

Lippe

Lefze

lobenswert

löblich

Lobrede

Laudatio

lustig machen (sich)

foppen

lustig

geil

M

 

Mädchen

Maid, Mägdelein

Märchen

Mär

Marktfrauen

Hockeweiber Hökerinnen

mein

mîn

Menge

Hauffe

merkwürdig

absonderlich

MörderIn

ToeterInn

Morgentau

Touwe

Mülltonne

Dreckbitt, die

Münze

Silberling oder Golrandtaler

murren

(wider)bellen

Musiker

Trubadure

mutig

wacker

N

 

Nachricht

Kunde, Botschaft

Narrenzug

Gaukelfuhr

neiden

nîden

Not

Pein

nur

allein

O

 

oft

dicke

Onkel

Oheim

ordentlich

reputierlich

O.K

nun gut, wohlan

Ordnung

Recht

P

 

Pech

Ungemach

Pferd abwertend

Klepper, Gaul, Mähre

Pferd edel

Roß

Pflicht

Recht

plötzliches Schweigen

innehalten

Polizist

Büttel, Scherge

Portemonnai

Geldkatze, Säckel

Priester

Pfaffe

Prügel

Fäng, die

Punkt (Turnier)

Oculus (plural: Oculi)

Q

 

quer

übertwerch iwwerzwerch

R

 

Raum

Halle, Kammer

Rechtsbeistand

Advocatus

Rede

Sermon, duscirieren

reden

Sermon, duscirieren

Regen

flüssig Sonnenschein oder Engelspisse

Regencape

Protectio gegen die Egelspisse

Regenschirm

Präsidium gegen die Egelspisse, Regendächlein

Regimentsscharfrichter

Profos

richtig

trefflich

Rotwein

Weinbeerblut

rücklings

ärschling, hinnerücks, hinnerschdevederscht

Ruhe

gemach

S

 

saufen

zechen

Schande

laster

Scheune

Tenne

schlafen

ruhen, nächtigen

Schlafzimmer

Kemenate

Schläge

Bimmsch, die

Schluckauf

Schlickser, der

Schmerz

Leid, Pein

schnell

eilend, rasch, geschwind

schön

hold, ziere

schräg

übertwerch iwwerzwerch

schreien

(wider)bellen

Schuldner

Debitores

Schmuck

Geschmeide

schwach

kranc

schwätzen

kallen

schweigen

stille sein, Maul halten

Schwiegersohn

Dochtermann, der

Schwiegertochter

Sohnesfrah, die

Segen

saelde

sehen

schauen

sehr

gar, wohl

Seid nicht faul

seid nicht lasch

seltsam

absonderlich

Seuche

lat. pestilentia

sich äußern

sich embern

Silber

lat. argentum

Silbermünze, geringe

Batzen

SMS

einen Djin (magischen Diener) auf die Reise schicken

Sonne

Sunne

Sonnenbrille

Augenschutz (vor dem bösen Blick)

Spargel

lat. asparagus

Spaß

Gaudium, Posse

Sport

Ertüchtigung

spucken

speien

Stand

Condition

stark

mächtig

stärken

laben, erquicken

stehenden Fußes

stante pede

stehlen

zwacken, schetzen, gampfe

Stein

Wacke

stoppen

anhalten

stop

haltet ein

Stoff

Tuch

Strafe

arbet

Streit

Krumbel, der

Suche

Queste

süß (hübsch)

süezez

T

 

Tannenzapfen

Ackele, die

Tante

Wase

Tasche

Ficke

Tau

touwe

Tausend

tûsent

Telefon

magisch sprechender Knochen

Toilette

Gemach (von Wolfgar vom Drachenfels, Ritter der Ritterschaft von Oer.)

Töpfer

Hafner

trägt

treit

Trauer

riuwe

Treppe

Stiege

Trinkgeld

Oculus (plural: Oculi)

Trick

Kunststück, Kunstgriff

tüchtig

biderbe

tüchtig

wacker

U

 

überlegt

bedacht

Übermut

Frevel

Übung

Exerzitie

Umgebung

Gemark, die

umher

umber

umwerben

buhlen

und

item, et

unfair

das ist nicht Recht, wider der Regel

unerfahren

tump

ungesunde Luft

lat. pestilentia

unglücklich

Elend

unterdessen

interim

unterhalten

conversieren

Unterhose

Bruche, die

Unterschrift

lat. subscriptio

V

 

verbannt

Elend

verdrossen

müede

verlieren

vertun

verpflichtet

obligieret

Verrückt sein

einen Sparren haben

Versammlung

lat. concillium Desperation

Verstand

sin, witze, list, sinne

Vertiefung

Dell, die

Verwandtschaft, entfernte

Gaup, die

viel

manig

voll Schmerz und Reue sein

sich grämen

vorher

weiland

vormals

weiland

vorspielen

agieren, tragieren

Vorstellungskraft

Imagination

Vorzüglich, gut

trefflich

Vorzeichen

Omen

W

 

Wachturm

Warte

während

weil

Wegelagerer

Schnapphahn

weil

allermaßen

weinen

flenne

Weisheit

sin, witze, list, sinne

Wesen

art

wesshalb

maßen

weswegen

maßen

Wirt

lat. Hospes

Wissen

kunst

Wissen

sin, witze, list, sinne

Wohnung

Logament

wohlgesonnen, zugetan

hold

wuchern

den Judenspieß tragen (Juden durften keine Waffen tragen)

Würde

Dignität

Z

 

Zeiten

zîten

zierlich

klein

Zigarette

historisch Lungenstäbleyn, Tabakröllchen, heidnisch Rauchopfer

Zimmer

Stube, Kammer

Zuckerbrot

Piscote

zweifach

zweifaltig

Zum Abschied

Fahret denn wohl, Gehabt Euch wohl

(Vokabellisten)
(Theorie von dieser Seite, leicht verändert)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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